Bebauungsplan Nr. 054 – Gewerbegebiet Hedemünden-Nord


Bebauungsplan Nr. 054 der Stadt Hann. Münden – Gewerbegebiet Hedemünden-NordDer Bebauungsplan Nr. 054 „Gewerbegebiet Hedemünden-Nord“, 1. Teilgebiet, einschließlich örtlicher Bauvorschrift im Ortsteil Hedemünden wurde am 13. Juli 2006 vom Rat der Stadt Hann. Münden als Satzung beschlossen. Er ist seit der amtlichen Bekanntmachung im „Amtsblatt für den Landkreis Göttingen“ (Nr. 35, Seiten 559 – 560) am 31. August 2006 rechtskräftig.

Hedemünden ist im Regionalen Raumordnungsprogramm 2000 (RROP) des Landkreises Göttingen als Standort mit der Schwerpunktaufgabe Sicherung und Entwicklung von Arbeitsstätten gekennzeichnet. Dieses Raumordnungsziel macht deutlich, dass Hedemünden Gewerbestandort von regionaler Bedeutung ist.

Planungsgegenstand ist eine Fläche von ca. 20,2 ha Größe nordwestlich der Ortslage von Hedemünden. Sie liegt zwischen der BAB 7 im Norden, der K 206/B 80 im Osten, der B 80 im Süden und dem Gemeindeverbindungsweg Hedemünden – Lippoldshausen „Am Rischenbach“ im Westen. Darüber hinaus umfasst der Bebauungsplan das Flurstück 243, der Flur 15 in der Gemarkung Hedemünden. Hier sollen Aufforstungsmaßnahmen zur Kompensation des naturschutzrechtlichen Eingriffs erfolgen.

In Anlehnung an die Vorgaben aus dem Flächennutzungsplan wird ein Gewerbegebiet entwickelt. Aufgrund der unmittelbaren Lage am Autobahnanschluss Hedemüden sollen in erster Linie überregional tätige Unternehmen angesiedelt werden.

Ziel der Stadt Hann. Münden ist die Aufschließung und Vermarktung der Fläche. Mit dieser strukturellen Maßnahme sollen Impulse für eine Verbesserung der Wirtschaftsstruktur nicht nur für die Stadt Hann. Münden, sondern für den regionalen Wirtschaftsraum gesetzt werden.

 

Über die oben genannten allgemeinen Ziele liegen dem Bebauungsplan folgende umsetzungsorientierte Ziele und Zwecke zugrunde:

  • In Entwicklung aus dem Flächennutzungsplan wird in Hedemünden zwischen der BAB 7 und der B 80 der 1. Teilabschnitt eines Gewerbegebietes aufgeplant.
  • Das Gewerbegebiet dient vorwiegend der Unterbringung von nicht erheblich belästigenden Gewerbebetrieben. Nicht zulässig sind Tankstellen, Anlagen für sportliche, kirchliche, kulturelle, soziale und gesundheitliche Zwecke, Vergnügungsstätten, Betriebe des Beherbergungsgewerbes und Einzelhandelsbetriebe mit wenigen Ausnahmen.
  • Zum Schutz der empfindlichen Nutzungen im Umfeld des Plangebietes wird das Emissionsverhalten der dort anzusiedelnden Betriebe reglementiert. Zum Schutz von betriebsbedingten Wohn- und Büronutzungen werden passive Schallschutzmaßnahmen insbesondere gegen Verkehrslärm festgesetzt.
  • Die Festsetzungen im Bebauungsplan sollen großflächige Gewerbebauten ermöglichen.
  • Aus Gründen des Klimaschutzes werden die Bauhöhen begrenzt und bestimmte Bereiche bleiben frei von hochbaulichen Anlagen. Damit wird die Kalt- und Frischluftzufuhr in die Ortslage von Hedemünden sichergestellt.
  • Die verkehrliche Erschließung erfolgt durch Anbindung des Gewerbegebietes an die B 80 im Bereich zwischen den beiden Anschlussstellen an die BAB 7. Um die Durchlässigkeit des Plangebietes insbesondere für Radfahrer, Fußgänger, landwirtschaftlichen Verkehr sowie lokalen Ziel- und Quellverkehr zu gewährleisten, erfolgt ein weiterer Anschluss im Westen des Plangebietes an den Gemeindeverbindungsweg Hedemünden-Lippoldshausen „Am Rischenbach“.
  • Unabhängig von der Erschließung des Gewerbegebietes plant der Bund die Umgestaltung des Knotenpunktes / Südrampe BAB 7 zu einem Kreisverkehrsplatz. Für diesen Bereich und für die geplante Einmündung der Erschließungsstraße in die B 80 ersetzt der Bebauungsplan ein Planfeststellungsverfahren.
  • Im östlichen Teil des Bebauungsplanes werden Flächen zugunsten eines Winterstützpunktes für die Autobahnmeisterei und zugunsten eines Pendlerparkplatzes reserviert. Für den ruhenden Schwerverkehr wird im südwestlichen Teil des Bebauungsplanes ein entsprechender Parkplatz eingerichtet.
  • Die Oberflächenentwässerung ist über Kanäle dem natürlichen Gefälle folgend geplant. Über einen zentralen Regenrückhaltebereich im Tiefpunkt des Plangebietes wird sichergestellt, dass keine Abflussverschärfung eintritt.
  • Die Schmutzwasserentsorgung erfolgt über Kanäle, dem natürlichen Gefälle folgend, zum Tiefpunkt im Südwesten des Plangebietes. Von dort wird das Schmutzwasser über eine Druckleitung Richtung Kläranlage Hedemünden gepumpt. Diese wird nach den Anforderungen bedarfsorientiert ausgebaut.
  • Zur Minimierung der Auswirkungen auf das Landschaftsbild sind Pflanzmaßnahmen an den Plangebietsrändern und intern an den Rändern der Baugebiete geplant.
  • Die Eingriffe in Natur und Landschaft werden bilanziert und vollständig ausgeglichen. Der Ausgleich soll vorwiegend extern außerhalb des Gewerbegebietes erfolgen, um die vermarktbare Fläche innerhalb des Plangebietes so groß wie möglich zu halten.
  • Die voraussichtlichen, erheblichen Umweltbelange werden im Rahmen einer Umweltprüfung ermittelt und in einem Umweltbericht dargelegt. Die Ergebnisse der Umweltprüfung fließen in die planerische Abwägung zur konzeptionellen Ausgestaltung des Bebauungsplanes ein.
  • Die Wasser-, Löschwasser-, Energie- und Telekommunikationsversorgung wird durch die zuständigen Versorgungsträger im Zuge der Erschließungsmaßnahmen sichergestellt.

 

Bebauungsplan-Dokumente

 

Bitte beachten Sie, dass rechtsverbindliche Auskünfte nur bei der Stadt Hann. Münden erteilt werden können.

 

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