Masterplan für das Römerlager


Planungsidee für das Römerlager Hedemuenden (Gatermann + Schossig Architekten)2004 wurden die Entdeckungen rund um das Hedemündener Römerlager erstmals öffentlich bekennt gegeben, seitdem haben die Forscher zahlreiche neue Erkenntnisse über das römische Leben im heutigen Norddeutschland gewonnen. Um die archäologischen Funde und die Erkenntnisse der wissenschaftlichen Auswertungen für die Bevölkerung zugänglich machen zu können, soll für Einheimische und Touristen eine angemessene Präsentationsform gefunden werden.

Anfang 2011 wurde daher vom Landkreis Göttingen eine Konzeptstudie bei dem Braunschweiger Architekturbüro Uwe Kleineberg beauftragt. Die gemeinsam mit dem Kölner Architekturbüro Gatermann + Schossig (von dem bereits das viel beachtete Römermuseum in Xanten entworfen wurde) erarbeitete Studie wurde im August 2011 öffentlich vorgestellt.

Hauptbestandteile des geplanten Besucherzentrums sind ein zweigeschossiges Gebäude am Rand des Lagergeländes und ein rund 500 Meter langer, aufgeständerter „Laufsteg“ über dem Römerlager. Der durch die Bäume verlaufende Steg soll um drei sogenannte „Erlebniskabinette“ geführt werden, in denen spezifische Inszenierungen zur Römerwelt dargestellt werden sollen. Um den Fundort zu schützen soll darauf verzichtet werden, Gebäude auf dem Lagergelände zu errichten, Bäume zu roden und Besucher direkt über den Boden gehen zu lassen.

Ein konkreter Beschluss des Kreistages zur Umsetzung des Konzeptes oder von Teilen daraus liegt noch nicht vor. Auch Förderzusagen von Bund oder Land gibt es derzeit nicht. Aufgrund der geschätzten Kosten von rund 14 Mio. Euro ist die Realisierung des Besucherzentrums im Moment noch ungewiss.