Die Eingemeindung Hedemündens 1972


Amtsblatt der Stadt Münden vom 30. Dezember 1972Nach der Aufgabe der Stadtrechte im Jahr 1930 war Hedemünden eine selbständige Landgemeinde, die eine Reihe von kommunalen Pflichtaufgaben in eigener Verantwortung erbringen musste. Nach 1945 wurde die Gemeinde vom Bürgermeister, der zugleich das Amt des Gemeidedirektors ausübte, geleitet. In den Jahren 1972 bis 1978 ist in Niedersachsen eine kommunale Gebietsreform in Form einer Kreisreform durchgeführt worden. Zum einen sind kleine Landkreise zusammengelegt worden, zum anderen wurden viele Gemeinden aufgelöst und die Verwaltungsstrukturen geändert. So ging der bis dahin selbständige Kreis Münden im Landkreis Göttingen auf. Eine Reihe von kleinen Umlandgemeinden wurde in die Stadt Münden eingemeindet, darunter auch Hedemünden.

In einem Gebietsänderungsvertrag, den die Stadt Münden mit der Gemeinde Hedemünden am 27. Oktober 1972 geschlossen hat, sind die neuen Zuständigkeiten geregelt worden. Die Stadt Münden wurde Rechtsnachfolgerin der bisherigen Gemeinde Hedemünden und verpflichtete sich, das eingegliederte Gebiet so zu fördern, dass seine Entwicklung durch die Gebietsreform nicht beeinträchtigt wird. Weitere Regelungen betrafen Steuern, Haushalt sowie die Bildung und das Entscheidungsrecht des Ortsrates. Darüber hinaus regelte der Vertrag eine Reihe weiterer Belange – von der Ver- und Entsorgung über Jagd und Feuerwehr bis zur Ortsbild- und Kulturpflege. Am 14. Dezember 1972 ist der Vertrag vom Hildesheimer Regierungspräsidenten genehmigt worden.

Im Amtsblatt der Stadt Münden vom 30. Dezember 1972 ist der Gebietsänderungsvertrag zwischen der Stadt Münden und der Gemeinde Hedemünden abgedruckt: