Hedemünden im Überblick


Blick auf HedemündenHedemünden war bis 1930 eine selbständige Kleinstadt und ist heute ein Ortsteil der Stadt Hann. Münden im südlichen Niedersachsen. Der Ort mit etwa 1.300 Einwohnern liegt am Unterlauf der Werra.

Dieser in Thüringen entspringende Fluss verläuft weiter durch das thüringisch-hessische Grenzland und erreicht nach der hessisch-niedersächsischen Landesgrenze Hedemünden als ersten Ort in Südniedersachsen. Nachdem die Werra niedersächsisches Gebiet erreicht hat, erweitert sich ihr Flusstal zu einem Kessel mit einem Durchmesser von etwa drei Kilometern. Dieser Talkessel wird im Süden vom Kaufunger Wald umschlossen. Gegenüber erhebt sich im Norden die Höhe des „Hedemündener Waldes“. Die mittlere Höhe Hedemündens befindet sich rund 150 m über NN, höchste Erhebung ist die ‚Hohe Schleife‘ mit 442 m über NN.

Hedemünden ist über eine Anschlussstelle an die Bundesautobahn 7 (Hamburg – Hannover – Göttingen – Kassel – Fulda – Würzburg) sowie die Bundesstraße 80 angebunden. Darüber hinaus hat Hedemünden einen Bahnhof an der Halle-Kasseler Eisenbahn, in dem Regionalzüge halten und den Ort mit den umliegenden Mittelzentren Hann. Münden und Witzenhausen sowie den Oberzentren Kassel und Göttingen verbinden. Dort besteht Anschluss an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn AG.

Außerdem liegt Hedemünden an verschiedenen touristischen Routen: der Deutschen Märchenstraße, der Deutschen Fachwerkstraße, der Deutschen Ferienroute Alpen – Ostsee sowie dem Werratal-Radweg.

Bereits um Christi Geburt bestand nahe der heutigen Ortslage Hedemündens ein römisches Legionslager. Im Jahr 1017 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Ursprünglich hatte Hedemünden den Namen Hademinni. 1210 wurde an der Stelle einer frühmittelalterlichen Saalkirche (9.–12. Jahrhundert) ein spätromanischer zweischiffiger Kirchenbau errichtet. Später erfolgten verschiedene An- und Umbauten. 1510 bauen Kirche und Gemeinde das erste Schulhaus an der Kirchhofsmauer.

Erstmalig werden Hedemünden 1645 die Privilegien als Stadt erteilt. Erst 1930 gibt Hedemünden die Stadtrechte auf und wird Landgemeinde. Infolge der Gebiets- und Verwaltungsreform in Niedersachsen wird Hedemünden 1973 in die Stadt Münden eingemeindet, während der Altkreis Münden im Großkreis Göttingen aufgeht.

Bis 1995 verlief die viel befahrene Bundesstraße 80 durch den Ortskern Hedemündens. Nach der Grenzöffnung 1989 und einer damit verbundenen erheblichen Verkehrszunahme erhielt Hedemünden bis 1995 eine Ortsumfahrung. Anschließend wurde der historische Ortskern im Rahmen eines Dorferneuerungsprogramms saniert und verschönert. Mit dem 2008 erschlossenen Gewerbegebiet Hedemünden 2 stehen unmittelbar an der Autobahn 7 Flächen für die Ansiedlung von Gewerbeunternehmen zur Verfügung.

 

Impressionen aus Hedemünden