Daten und Fakten über Hedemünden


Einwohnerentwicklung

Hedemünden war als kleine Landgemeinde lange Zeit ein Ort mit wenigen Hundert Einwohnern. Anfang des 20. Jahrhunderts lag die Einwohnerzahl bei rund 900, immerhin genug für eine kleine Stadt. Im Jahr 1930  verzichtete Hedemünden jedoch auf die Stadtrechte, da die Kosten für die notwendigen Verwaltungs-Einrichtungen nicht mehr zu tragen waren. Nach dem Zweiten Weltkrieg sorgte die Aufnahme von Flüchtlingen für eine kurzzeitige Verdopplung der Einwohnerzahl. In dieser Zeit entstanden westlich und östlich des Ortskerns neue Siedlungen. Nach und nach ging die Zahl der Einwohner auf 1.456 im Jahr 1989 zurück. Grenzöffnung und Wiedervereinigung sorgten innerhalb eines Jahres für einen kurzfristigen Zuwachs von rund 100 Einwohnern. Seit 1990 hat sich die Zahl der Hedemündener Einwohner auf derzeit rund 1.300 verringert.

 

 

Verkehrsanbindungen

Bus und Bahn

Seit 1871 ist Hedemünden an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Von Göttingen, Kassel oder Erfurt aus erreicht man den Bahnhof Hedemünden mit Regionalzügen der Deutschen Bahn und anderer Bahngesellschaften (z.B. Erfurter Bahn oder Verkehrsgesellschaft Cantus). Seit 1994 ist Hedemünden in das Tarif- und Liniennetz des Nordhessischen Verkehrsverbundes NVV eingebunden. Darüber hinaus bestehen Linienbus-Verbindungen von und nach Hann. Münden und Witzenhausen.

Logo Deutsche Bahn AG Deutsche Bahn – DB
Logo Nordhessischer Verkehrsverbund NVV Nordhessischer Verkehrsverbund – NVV
Logo Verkehrsgesellschaft Cantus Verkehrsgesellschaft Cantus

 

Touristische Routen

Hedemünden liegt an verschiedenen touristischen Routen

 

Autobahn 7

Hedemünden ist über die Anschlußstelle Hann. Münden Werratal unmittelbar an die Autobahn 7, eine der wichtigsten und meistgenutzten Nord-Süd-Achsen, angebunden. Der erste Streckenabschnitt dieser Autobahn wurde 1937 zwischen Kassel und Göttingen in Betrieb genommen. Die Fernstraße verbindet im Norden Städte wie Kiel, Hamburg und Hannover mit Städten im Süden wie Kassel, Würzburg und Ulm. Gleichzeitig stellt die A 7 als Europastraße 45 eine der Hauptmagistralen im transeuropäischen Straßennetz dar und verbindet die skandinavischen Länder mit Südeuropa.

 

Bundesstraße 80

Seit der Öffnung der Grenze zur DDR im Jahre 1989 und der späteren Wiedervereinigung hat diese in Ost-West-Richtung verlaufende Bundesstraße erheblich an Bedeutung gewonnen. Aufgrund der erheblich angestiegenen Durchfahrtverkehre, insbesondere der Schwerlastverkehre, wurde Anfang der neunziger Jahre beschlossen, Hedemünden durch den Bau einer Ortsumfahrung zu entlasten. 1995 konnte die Umfahrungsstraße für den Verkehr freigegeben werden. Seitdem ist Hedemünden über die drei Anschlußstellen West, Mitte und Ost an die B 80 anbunden. Die Belastung der Einwohnerinnen und Einwohner im Hedemündener Ortskern durch Lärm, Abgase und Erschütterungen ist seitdem stark zurückgegangen, gleichzeitig konnte der von der engen Ortsdurchfahrt gebildete Verkehrsengpass beseitigt werden.

 

Landes- und Kreisstraßen

Die Nachbarorte Hedemündens im Kreis Göttingen und dem Werra-Meißner-Kreis werden, soweit die Anbindung nicht über die B 80 erfolgt, über verschiedene Landes- und Kreisstraßen erreicht. Nach Norden führt die Kreisstraße K 206 in Richtung Meensen, nach Süden die Landesstraße L 3302 in Richtung Ziegenhagen und Oberode und nach Osten die Landesstraße L 564 in Richtung Ellerode.

 

Gemeindestraßen

Innerhalb des Ortes gibt es zahlreiche Erschließungs- und Sammelstraßen, über die die Wohn- und Gewerbegebiete erschlossen und an das überörtliche Straßennetz angeschlossen werden. Im Rahmen der Dorferneuerung wurden Ende der 1990er Jahren einige Straßen im Ortskern Hedemündens umgebaut und gestalterisch aufgewertet.

 

Wege

Neben den klassifizierten Fahrstraßen bestehen verschiedene Fuß-, Rad- und Wanderwege sowie Wege für die Land- und Forstwirtschaft in den Randbereichen Hedemündens. Diese dienen einerseits als innerörtliche Wegeverbindungen der fußläufigen Erreichbarkeit zwischen den Hedemündener Siedlungen (etwa die Schiedegasse oder die Eisenbahn-Unterführung zwischen Steinstraße und Förster-Busch-Straße). Andere Wege dienen der Anbindung Hedemündens an benachbarte Orte oder als Wanderwege in den umliegenden Wäldern.

 

 

Flächennutzung

Die verfügbaren Daten zur Flächennutzung sind leider nicht mehr aktuell. Vor allem durch die Ausweisung und mittlerweile weitgehende Bebauung des Gewerbegebiets „Hedemünden 2“ hat der Anteil an Betriebsflächen zugenommen und der Anteil an landwirtschaftlicher Fläche abgenommen. Die Tabelle zeigt den Stand der Flächennutzung im Jahr 2001:

Gesamtfläche 1.326,7 ha
Gebäude- und Freifläche 73,3 ha
Betriebsfläche 6,3 ha
Erholungsfläche 3,3 ha
Verkehrsfläche 108,1 ha
Landwirtschaftliche Fläche 436,0 ha
Waldfläche 672,9 ha
Wasserfläche 24,3 ha
Flächen anderer Nutzung 2,3 ha

Flächennutzung in Hedemünden (aus dem Dorferneuerungsbericht 1989)

Quellen:
– Daten: www.hann.muenden.de (Stand 31.12.2001, abgerufen im Januar 2016)
– Karte: Dorferneuerung Hedemünden – Bestandsaufnahme und Planungskonzept, Joachim Desczyk, Hannover 1991